Ich habe einen alten Frästisch mit Oberfräse. Aber diesen wenig benutzt, weil die Höhenverstellung der Oberfäse für mein Gefühl nur sehr fuckelig unterhalb des Frästisches einzustellen war. Im Internet fand ich viele Vorschläge für den Eigenbau einer Höhenverstellungen für die Oberfläse. Und sogar die Luxusvariante von Sauter mit dem höhenverstellbaren Fräslift. Mega-Geil! Aber warum einen neuen Fräslift inkl. neuer Oberfräse kaufen, wenn ich doch bisher selber so wenig gefräst hatte.
Ziel

Also beschloss ich, den vorhandenen Frästisch mit einer Höhenverstellung auszustatten, die durch den Tisch mit dem Akkuschrauber verstellbar ist. Funktioniert das, kann ich diese Vorrichtung nutzen. Nutze ich den Frästisch dann häufiger, lohnt sich möglicherweise später auch ein neuer professioneller Frästisch. Aber bis dann weiss ich genau, was ich will. Zunächst werde ich mit dem Fräsen allgemein mehr Erfahrungen sammeln.
Der Plan
Die Oberfräse wird mit einem Klemmbrett eingeklemmt. In das Klemmbrett kommt ein Gewinde (eingelassene Mutter), an welcher ich mittels einer längeren M5-Schraube die komplette Oberfräse vertikal durch die Frästischplatte hindurch von Oben verfahren kann.
Arbeitsschritte

Mit dem Klemmbrett wird die Oberfräse horizontal eingespannt. Für das Klemmbrett habe ich 15 mm Mulitplex gewählt und davon zwei Bretter verleimt und mit versenkten Schrauben zusammengeschraubt, um ein genügend starkes und festes Brett zu erhalten. Die Belastung auf dieses Brett ist allerdings suboptimal weil genau senkrekt zur Ausrichtung der Holzlagen. Dies ist ein Punkt für zukünftige Optimierungen!
Den in der Oberfräse eingebauten Ein/Aus-Schalter habe ich vorgängig auch entfernt, weil ich später einen solchen am Frästisch befestigen werde.

Zunächst wird die Aussenkontur der Oberfräse mit der Konturschablone abgegriffen und auf das Klemmbrett übertragen.
Das Zugbrett

Damit die Oberfräse mit der Verstellschraube vertikal verstellt werden kann, muss am Klemmbrett vertikal gezogen werden können. Aus geometrischen Gründen muss dies etwas ausserhalb des Klemmbrettes geschehen. Daher habe ich ein zusätzliches Zugbrett auf das Klemmbrett geschraubt. Im Zugbrett ist eine Rampa-Muffe eingelassen, in welcher das M5-Gewinde der Verstellschraube greifen kann. Das Zugbrett habe ich aus einem Reststück Buchenholz geschnitten, mit der Stichsäge an die Kontour der Oberfräse angepasst und mit 3 Holzschrauben fest in das Klemmbrett geschraubt.
Durchbohren des Fräs-Fusses


Damit die Verstellschraube durch den Fuss geführt werden kann, muss dort an passender Stelle eine Bohrung eingebracht werden. Das gleiche gilt natürlich auch für den Frästisch. Der Kopf der Verstellschraube wird im Frästisch versenkt, damit er dort nicht stört.
